Dienstag, 10. April 2018

Doku basteln.

Schön, wenn alle Teile zusammen kommen, und wir großartige Sequenzen im Archivmaterial finden. Etwa das Palestine Orchestra in seinem Gründungsjahr 1936, heute heißt es Israel Philharmonic Orchestra!
Das Archivmaterial stammt vom United States Holocaust Memorial Museum.

Montag, 26. März 2018

Drehen in Israel.

Fünf spannende Tage in Israel: Tel Aviv, Kibbuz Kfar Blum, Jerusalem. Interessante Geschichten, sympathische Menschen, ein eigenartiges Land. Freue mich schon auf den Schnitt!







Freitag, 16. März 2018

ORF III Programmpräsentation.

Wir sind wieder mit einer Dokumentation für die Reihe zeit.geschichte dabei. Diesmal erzählen wir berührende Geschichten aus Israel. Am 12. Mai um 20.15 Uhr auf ORF III.

Donnerstag, 8. März 2018

Radiokolleg Spezial: "Anschluss 1938"

In diesem Ö1-Radiokolleg lassen die KollegInnen und ich die Tage des "Anschlusses" Revue passieren. Ich habe für jede Sendung einen Musikbeitrag gestaltet, der jeweils seinen Anfang im damaligen Radioprogramm nimmt.

Österreichs Musikschaffende im März 1938

Dabei habe ich verglichen, was in der Programmzeitschrift "Radio Wien" angekündigt und was dann laut Tageszeitungen wirklich gespielt wurde. Hier noch eine generelle Übersicht über alle vier Teile:

Teil 1 am 12. März 2018: Die Grenzüberschreitung. Über die Machtergreifung der Nationalsozialisten.
Musikstücke:
"Schinkenfleckerl" (Musik: Fritz Spielmann), es singt Hermann Leopoldi
"Über die Dauer des Exils" (Musik: Hanns Eisler, Text: Bert Brecht)
"Olga watches the children´s sleep" (Musik: Richard Stöhr), es spielt der Komponist
"Ein neuer Frühling" (Musik und Text: Erwin Weiss)

Teil 2 am 13. März 2018: Die Einverleibung. Von der Übernahme der Institutionen.
Musikstücke:
"Eugen Onegin" (Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski)
"Die schweigsame Frau" (Musik: Richard Strauss, Text: Stefan Zweig)
"Hab ein blaues Himmelbett" aus der Operette "Frasquita" (Musik: Franz Lehár, Text: Heinz Reichert), es singt Richard Tauber

Teil 3 am 14. März 2018: Die Opferumkehr. Über selektives Erinnern und das Eingestehen von Verantwortung.
Musikstücke:
"Foggy Day" (Musik: George Gershwin)
"Lieder ohne Worte" (Musik: Felix Mendelssohn Bartoldy)
"Tiger Rag" Aufnahme aus der Steffl-Diele, Mytteis, Landl & Co.
"You´re drivin me crazy", es spielen Charlie & his orchestra
"Wir werden das Kind schon richtig schaukeln" (Musik und Text: Franz Grothe und Willy Dehmel)

Teil 4 am 15. März 2018: Niemals vergessen. Das Postulat der Märztage 1938.
Musikstücke:
"Standschützenmarsch" (Musik: Sepp Tanzer)
"Roter Wedding" (Musik: Hanns Eisler)
"Wach auf, wach auf, du deutsches Land" (Musik: Johann Walter)
"Kampf am Berg Isel" aus der Suite "Tirol 1809" (Musik: Sepp Tanzer)

(Der Zeitungsausschnitt stammt aus dem Programmheft "Radio Wien" vom 18. März 1938, aus dem Online-Archiv der Nationalbibliothek Anno.)

Dienstag, 6. März 2018

Leon Zelman Preis 2018.

Meine Arbeit in Sachen Erinnerung und Aufarbeitung wird von der Stadt Wien und dem Jewish Welcome Service honoriert, das freut mich sehr! Ich bekomme den Leon Zelmann Preis 2018 verliehen!!

Montag, 5. März 2018

Und plötzlich sind wir wieder mittendrin.

Ein Investor unterstützt unsere nächste Doku, wir haben die Finanzierung beisammen! Auch diese Geschichte beginnt im Wien der 1930er Jahre, es geht um Exil in Palästina im 2. WK. Jetzt muss alles schnell gehen: Drehvorbereitung, Flüge buchen, InterviewpartnerInnen checken. Spannend!

Freitag, 2. März 2018

Fast ganz normal.

Nicht nur in Österreich werden heuer etliche Jahrestage begangen, auch Israel feiert im Mai 70 Jahre Staatsgründung. Am 14. Mai 1948 rief David Ben-Gurion den Staat Israel aus. Seither hat sich das Land rasant entwickelt, allerdings nicht konfliktfrei: Stichworte Nahost-Konflikt, besetzte Gebiete, Siedlungsbau. Einer, der Israel gut kennt und es den Ö1-Hörerinnen und Hörern Woche für Woche in den Journalen und Nachrichtensendungen zu erklären versucht, ist ORF-Korrespondent Ben Segenreich. Gemeinsam mit seiner Frau, der Journalistin Daniela Segenreich, hat er nun ein Buch geschrieben. Ein Buch über sein berufliches und familiäres Leben in Israel.

"Aber nur fast" heißt ein Lied des Kabarettisten Gerhard Bronner, der 1938 als 15-Jähriger auf abenteuerlichen und vor allem illegalen Wegen vor den Nationalsozialisten aus Wien nach Palästina flüchtete. Das Lied hat Daniela und Ben Segenreich zum Buchtitel inspiriert. Denn Israel zu verstehen, ist tatsächlich nicht ganz leicht, schreibt Ben Segenreich im Vorwort.
Zitat: Erstens: Da Israel so klein ist, sollte es überschaubar und vielleicht sogar durchschaubar sein, tatsächlich ist es aber sehr kompliziert und eigentlich unerklärbar. Zweitens: Trotz all dieser Komplikationen und entgegen herkömmlichen Vorstellungen gibt es in Israel einfach einen banalen Alltag.

Und so erzählen die beiden von ihrem Alltag, damals in den 1980er Jahren, als sie in dieses Land kamen, er 1983, sie fünf Jahre später. Von der Eingewöhnung und ersten beruflichen Erfolgen. Vom eigenen Haus, das 1990 gekauft wurde und von den irakischen Raketenangriffen im Jänner und Februar 1991.
Zitat: Am nächsten Tag stand ich im Supermarkt mit den übrigen Kunden Schlange, um unsere Vorräte aufzustocken und frisches Brot zu kaufen. Wir waren alle etwas unausgeschlafen und warteten mit den um die Schultern gehängten Kartonschachteln, in denen die Gasmasken lagen. Sie sollten für die nächsten Wochen unsere ständigen Begleiter sein.
Das Buch ist eine lose Zusammenstellung von Artikeln der beiden Journalisten aus den vergangenen Jahrzehnten, eine zeitliche Abfolge gibt es nicht, sie ist auch nicht notwendig, greifen die Themen doch immer wieder ineinander. Politisches ist da zu lesen, aber auch Gesellschaftskritisches, Zeithistorisches und eben Alltägliches. Ben Segenreich etwa sammelt deutsche Wörter, die ins Hebräische eingeflossen sind.
Zitat: Wenn ein Israeli von meinem Getränk oder meinem Sandwich kosten will, dann bettelt er um einen Schluck oder einen Biss. Wirklich hungrig ist er dabei nicht, er will nur lenaschnesch, was nichts anderes ist als ein in hebräische Grammatik eingekleidetes "naschen" und auch genau dieses bedeutet. Ich wiederum bin natürlich kein Bock (also nicht starrsinnig) und mefagenn (klingt wie "vergönne" und kommt tatsächlich davon) ihm das gerne. Schnitzel und Strudel haben ohnehin globale Verbreitung, in Israel wurde man aber zumindest bis vor ein paar Jahren auch verstanden, wenn man zu Letzterem Schlagsahne bestellte und in vielen Konditoreien bekommt man eine Cremschnitt.
Auswandern sei ein bisschen wie die Liebe, es sei romantisch, schmerze ab und zu und gehe durch den Magen, schreibt Ben Segenreich.

Sehr persönliche und nachdenkliche Einblicke in das Familienleben gewährt Daniela Segenreich. Etwa, wenn sie von ihren beiden Töchtern erzählt, die - wie alle israelischen Jugendlichen - in der Armee gedient haben. Die Shoah ist in Israel stets präsent. Die Aufarbeitung beginnt bereits im Kindergarten. Und kurz vor dem Schulabschluss reisen auch die Segenreich-Töchter nach Auschwitz und besuchen weitere ehemalige Lager.
Zitat: Ich war stolz, dass meine Kinder an dieser Reise teilnahmen, doch als meine jüngere Tochter nach ihrer Rückkehr wochenlang von Albträumen über Lager, Selektionen und die Hinrichtung unserer Familie geplagt wurde, begann ich mich zu fragen, ob wir da alles richtig machen.

Daniela und Ben Segenreich leben - das spürt man beim Lesen - gern in Israel. Sie verteidigen das Land gegenüber bestehenden Vorurteilen, hinterfragen und kommentieren aktuelle und vergangene Ereignisse. Etwa die rasante Entwicklung Tel Avivs zu einer vibrierenden modernen Großstadt.
Zitat: Kein Wunder, dass der Hotspot am östlichen Mittelmeer diejenigen anzieht, die ständig auf der Suche nach Innovationsideen und Investitionsgelegenheiten sind. Der Raum von Tel Aviv wird als bestes Start-up-Ökosystem außerhalb der USA eingestuft, und an der US-Technologiebörse NASDAQ hat das winzige Israel nach den USA und China mehr Firmen gelistet als jedes andere Land.
Daniela und Ben Segenreich zeigen Israel als ein Land der Widersprüche und Gegensätze. Wirklich verstehen werden sie es aber wahrscheinlich auch - nur fast.

Info: Fast ganz normal - Unser Leben in Israel. Von Ben & Daniela Segenreich (Amalthea 2018)

Donnerstag, 1. März 2018

Nominierung für den Franz-Grabner-Preis.

Die Serie "Dokumente, die die Welt bewegen", bei der ich eine Folge lang ("Die Goldene Bulle") Regie geführt habe, ist für den Franz-Grabner-Preis nominiert.

Coole Sache!

Dienstag, 27. Februar 2018

Zeitgeschichte Spezial im März.

Der ORF berichtet in diesem März auf all seinen Kanälen über das Jahr 1938, den sogenannten Anschluss, die Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Auch meine Doku Züge ins Leben wird gezeigt, am 25. März 2018 um 22.40 Uhr.
Screenshot ORF.at

Sonntag, 25. Februar 2018

"Glück, das mir verblieb"

Im März Heft der Ö1 Programmzeitschrift ist auch ein Artikel von mir. Es geht um die Tage von 12. bis 15. März 1938, ich beschäftige mich in den Musikbeiträgen mit den Themen "Exil", "Takeover der Institutionen", "Entartete Musik" und "NS-Codes in der Volksmusik". Hier auf der linken Seite unter dem Titel "Glück, das mir verblieb" ein kleiner Vorgeschmack.